Seit vergangenem Samstag ist unsere Seite mit einem neuen Feature online. Statt einfach “nur zu verkaufen” kann man jetzt wählen: verkaufen oder spenden oder verkaufen und spenden.
Ihr könnt selbst bestimmen ob und wieviel ihr von eurem Verkaufserlös an eines der wohltätigen Projekte auf betterplace.org abgeben möchtet. Nach wie vor ist asgoodas.nu so einfach wie ein neues Handy kaufen: sucht euer Gerät, bewertet es und dann könnt ihr beim Absenden mit einem kleinen Schieber die Spende bestimmen und eines der 10 Start-Projekte beschenken.
A Propos, hin und wieder werden wir hier Projekte vorstellen. Wir haben die Projekte im Team ausgesucht und alle haben eines Gemeinsam: Sie haben uns berührt und wir erkennen uns selbst und unsere Werte in dem verfolgten Ziel wieder.
Den Anfang möchte ich heute mit ACASA machen, einem Projekt das in Sibiu (ehem. Hermannstadt, Rumänien) jungen Männern ohne Eltern und Ausbildung eine Wohnmöglichkeit bietet und so einen Einstieg in die Gesellschaft ermöglicht. Klingt zunächst untypisch: In unserem Land fragen wir uns vielleicht, was das soll und ob diese Männer nicht für sich selbst sorgen können. Ich recherchierte also ein wenig und suchte das persönliche Gespräch mit der Projektleiterin Carola von Winterfeldt, um mehr über die Hintergründe zu erfahren.
Als vor etwa 18 Jahren das Regime Ceausescu zusammenbrach endete auch eine unmenschliche Politik. Der Stern.de schrieb einmal dazu:
“Rumänien ist als “Land der Waisen” bekannt. Tausende Kinder leben auf der Straße, mehr als 100.000 in schlecht Waisenhäusern und Kinderkrankenhäusern. Sie repräsentieren eine soziale Minderheit ohne Perspektive. Dieser Umstand ist ein Vermächtnis der Politik des Diktators Ceausescu. Für den Aufbau einer großen Nation forderte Ceausescu von Frauen, mindestens fünf Kinder zu bekommen, bereicherte sich gleichzeitig aber wirtschaftlich an den Menschen. So gebaren Frauen Kinder, die sie nicht versorgen konnten, oder sie starben an Mangelernärhung und fehlender medizinischer Versorgung.” Stern.de, 2006
Die Folgen dieser Politik sind noch immer spürbar, denn auch heute werden in Rumänien überdurchschnittliche viele Kinder ausgesetzt und wachsen in Waisenhäusern mit sehr schlechter Ausstattung oder auf der Straße auf. Frau von Winterfeldt beschreibt die Situation der Heranwachsenden lebensnah: “Keiner kümmert sich, ob sie etwas lernen oder sorgt dafür, dass sie ein vernünftiges Sozialverhalten annehmen. Sie verwahrlosen in den Heimen. Mit dem 18. Lebensjahr können sie das Heim verlassen, doch dann verschlechtert sich ihre Situation noch weiter: ohne soziale Kontakte, ohne Wohnung, ohne Ausbildung finden sie keine Arbeit und so werden sie häufig kriminell.”
Das ACASA Projekt setzt genau beim Beginn dieser Misere an und gibt einen festen Wohnsitz zu einer sehr günstigen Miete. Miete zu verlangen ist ein wichtiger Bestandteil des Konzepts, so sind die Jugendlichen gezwungen Arbeit zu suchen und ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Die Betreuer unter der Leitung eines Geistlichen vermitteln außerdem die Prinzipien eines geordneten Miteinander und unterstützen die jungen Menschen in Krisen oder bei alltäglichen Problemen.
Ein sehr unterstützenswertes Projekt, wie wir finden. Wir hoffen, ihr findet dies auch und spendet reichlich. Sei es, mit unserem Tool oder durch eine Anmeldung auf betterplace.org und einer direkten Spende.